Es ist Zeit, um Neuland zu erobern, um einfach einmal herauszufinden, was es hier alles zu sehen, zu hören, zu riechen und zu schmecken gibt. Denn sicher ist: Zu erkunden gibt es auf einer dreitägigen Tour durch das herbstliche Oberschwaben-Allgäu im Südwesten Deutschlands so einiges.

Wälder und Altstadtflair

Die Reise startet mit einem kleinen Rundgang durch den Wald des Naherholungsgebietes Tannenbühl bei Bad Waldsee, dann wird der Streifzug zwischen den beiden Seen, dem Stadt- und dem Schlosssee in der Altstadt fortgesetzt. Die Gebäude erzählen von der Geschichte Oberschwabens, von Barock, Stolz und Stil – und sind sicher voller spannender Geschichten. Es gibt kleine Läden, in denen regionale Produkte und Handwerk angeboten werden. Ein paar Schritte weiter locken der Duft von frisch gebackenem Brot, Cafés, Weinstuben und Restaurants.

Grosses Schutzgebiet: Wurzacher Ried. © Oberschwaben Tourismus GmbH, Florian Trykowski

Ein Tag im Ried

Das E-Bike surrt, der Atem formt kleine Wölkchen. Heute sind die Gäste früh aufgestanden und haben das gebuchte Velo abgeholt. Ziel für heutige Tour: das Wurzacher Ried, denn es ist eines der grössten Naturschutzgebiete in Europa. Am Nachmittag liegen etliche Kilometer hinter den Reisenden, das Lichtspiel im herbstlichen Moor fasziniert, man stärkt sich mit einem Vesper. Auf dem Rückweg wartet am Wegesrand noch ein Schmuckstück der Oberschwäbischen Barockstrasse, die Kirche St. Katharina in Wolfegg. Für einen Moment verschwindet die Zeit, die BikerInnen stehen andächtig. Still und gesammelt surren sie dann zurück nach Bad Waldsee.

Barocke Welten

Am nächsten Tag leiten die Schritte die BesucherInnen nach Bad Schussenried und in die Bibliothek, das Herzstück des Klosters. Sonnenstrahlen fallen durch die hohen Fenster auf glänzende Stuckfiguren. Auch wenn keine Bücher mehr da sind, kann man die Jahrhunderte der Sammlung fast riechen. Geistig und moralisch gestärkt machen sich die Reisenden auf den Weg nach Aulendorf, um sich auch körperlich zu versorgen: Der Mittagstisch im «Gasthaus zum Rad» ruft und damit «schwäbische Gastlichkeit». Und herrlich sind sie, die Kürbismaultaschen von Silke Spähn. Wer die Augen schliesst, spürt die Herbstaromen, den Duft, die Wärme – ein kleiner Moment puren Genusses.

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